Teil eines Werkes 
1. Band, 1.-9- Gesang (1820)
Entstehung
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Caͤcilie,

114.

So zeigte jedem ſich, von fremder Schrank' umhegt, Sein umgewandelt Bild im glaͤnzenden Kriſtalle. Verſtummt und traͤumeriſch verlaſſen ſie die Halle, Von manchem Schmerz, von mancher Luſt bewegt; und Keiner wagt es jetzt, den Andern anzuſehen Und Keiner, was er ſah, dem Freunde zu geſtehen,

Und Jedes Seele treibt auf einem raſchen Meer Von Zweifel, Sorg' und Wahn u. Furcht u, Luſt umher,

1 115.

Der Abend ſank indeß mit roſenfarbnem Scheine. Dort unten ſcheiden zwar ſich nimmer Nacht und Tag: Doch ahmte wunderbar in dieſem Zauberhaine Der Geiſter maͤcht'ge Kunſt des Lebens Bilder nach. Allmaͤhlig ſchienen ſich die Wolken zu entfaͤrben;

Der Steine bunter Glanz, der ſonſt die Kluft erhellt, Begann im Bluͤthenkelch zu daͤmmern und zu ſterben, Und ſuͤß im Schlummer lag die unterird'ſche Welt,

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