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Neunter Geſang. 5 47
116.
Da fuͤhrt der Zwerg die muͤden Gaͤſte Der Groͤtte zu, woraus der Quell ſich draͤngt. Dort hatten diamantne Aeſte Zum holden Laubendach gar traulich ſich verſchraͤnkt; Und weiches Moos, das ſelbſt in ew'gen Finſterniſſen Vom nackten Fels ſein karges Leben leiht, War fuͤr die Wandrer dort zum ſanften Ruhekiſſen Von Geiſterhand gaſtfreundlich gusgeſtreut.
117.
Schon ſchliefen ſuͤß und tief die minniglichen Frauen; Da ſaß der Saͤnger noch im bunten Zauberhain, Um ſtill in's leiſe Wehn der Nacht hinaus zu ſchauen, Die fluͤchtig jetzt mit ungewiſſem Schein Um alle Bilder hieng. Es ſchlich ein ſuͤßes Grauen Begeiſternd ſich in ſeinen Buſen ein, Und oft erſchien es ihm, als ob in ſtiller Oede Manch hold vertraulich Wort die Quelle mit ihm rede.


