Teil eines Werkes 
1. Band, 1.-9- Gesang (1820)
Entstehung
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Neunter Geſang. 539

100.

Wovor ſich fruͤher ſelbſt des Mannes Herz geſcheut, Das thun und dulden jetzt demuͤthig edle Frauen. Sie wandeln ſtill einher im ungeſchmuͤckten Kleid Und nah'n dem blut'gen Bett des Wunden ohne Grauen. Der wird durch mildes Wort, durch Pflege der erfreut, Und Allen laſſen ſie ihr troͤſtend Antlitz ſchauen Und geben gern fuͤr ſchoͤneren Gewinn Der edlen Steine Glanz, das goldne Kleinod hin.

101.

So wird durch große Kraft der große Sieg errungen, Durch manches theure Blut das hohe Ziel erſtrebt; Der freche Draͤnger flieht verlaſſen und bezwungen, Indeß ein friedlich Band die ganze Welt verwebt. Heil Jedem, welcher einſt in jener Zeit entſprungen, Die unvergaͤnglich fort in ew'gen Liedern lebt!

Heil Allen, die gekaͤmpft! und Heil und Friede Allen, Die in dem edeln Kampf geblutet und gefallen!

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