Teil eines Werkes 
1. Band, 1.-9- Gesang (1820)
Entstehung
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Neunter Geſang. 537

96.

Da ſteigt von nordiſchen Geſtaden,

Die Voͤlker zu befrein, ein junger Held herab,

Und Recht und Wahrheit ziehn und Sieg auf ſeinen Pfaden. Er bricht mit ſtarkem Arm des Herrſchers harten Stab. Wohl muß die kuhne Bruſt in eignem Blut ſich baden:

Doch preiſ't das freie Volk noch lang ſein ruͤhmlich Grab.

Wo im gerechten Kampf die ehrnen Schwerter klingen, Da wird der deutſche Mann auch ſeine Thaten ſingen,

97.

Doch naht noch einmal ſich ein uͤbermuͤth'ger Knecht, Der aus dem Staub zum Thron emporgeſtiegen. Sein Gott iſt ſeine Gier, ſein Schwert nur iſt ſein Recht; Hier herrſcht er durch Gewalt und dort durch freche Luͤgen; Vergebens waffnet ſich das blutende Geſchlecht; Ihn treibt ſein kuͤnft'ger Fluch und hilft ihm ſelber ſiegen. Doch iſt das Maaß einſt voll von Trug u. Mord u. Raub, Hohnlachend tritt er dann den Sklaven in den Staub.

I. Theil. 37