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Ein Macedonier aufrichtete,
Der mit dem Ciſſides darunter lag.
„Was liegſt du bei dem Todten?“ fragt man ihn.
„Er war mein Herr, erwiedert er; noch mehr,
„Mein Vater. Ich war, als er lebt', ihm treu:
„Sollt' ich vergeſſen, es anjetzt zu ſeyn? „Ihr habt mir ihn geraubt, raubt mir nun auch „Das Leben, meine Laſt!“— Ein Thraͤnen⸗ guß
Netzt ihm das Angeſicht. Leoſthenes
Raubt' ihm das Leben nicht, dem redlichen
Schildtraͤger, ſondern pries die ſeltne Treu,
Und troͤſtete den immer Jammernden.
Und ſchenkt' ihm viel. Betrachtete nachher,
Sammt dem geruͤhrten Volk, den Ciſſides,
Und glaubte die entwichne Seele noch
In großen Zuͤgen des Geſichts zu ſehn;
Beweint' ihn, ließ die Aſche beider Freund'
In einer Urn' bewahren, ihnen auch
Ein praͤchtig Denkmal baun; und zog ſich drauf
Schnell nach Athen zuruͤck. Sein Heer war ſo
Geſchwaͤcht, daß er vergaß, in einer Schlacht
Antipatern zu uͤberwaͤltigen.


