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E. Chr. v. Kleist's Gedichte
Entstehung
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Zuletzt befiel den von dem Streit, vom Brand' Und Noth an Ruh erhitzten Ciſſides Ein heft'ger Durſt. Er kaͤmpfte lange ſchon

Mit Angſt und Ohnmacht, weil Getraͤnk ge⸗

brach. (Des Schloſſes Brunnen war verſchuͤttet von Ruinen.) Ach! ich ſterbe! ſagt' er ſchwach

Zum Paches: ſchon ſeh' ich den Himmel

ſchwarz; Durſt iſt mein Tod, und nicht Leoſthenes. Sein Freund erblaßte mehr, vor Angſt, als er, Und eilte fort, und ſchoͤpft' in ſeinem Helm Von eben nur Erſchlagnen Blut, und bracht's Dem Ciſſides, und ſagte: Trink! er trank,

Und ſeufzte ſchaudernd: Ach! ihr Goͤtter! a 1

Wozu bringt ihr die ſchwachen Sterblichen!

Allein er ward erquickt, und Heiterkeit

Kam ihm in's Antlitz. Nach dem Thau der Nacht

Erheben Blumen ſo(die ſchon die Au

Beſaͤen wollten mit der Blaͤtter Schmuck,

Gedruͤckt vom Sonnenſtrahl des vor'gen Tags,)

Voll Pracht ihr hangend Haupt, und glaͤn⸗

zen, wie

Der helle Morgenſtern, der auf ſie ſieht.

Er ward erquickt, der tapfre Ciſſides,