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E. Chr. v. Kleist's Gedichte
Entstehung
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Geſpalten, faͤllt. Die Erde zitterte;

Des Himmels weiter Raum erſcholl umher. Zu loͤſchen war umſonſt. Auch drang der Feind Stets wuͤthender heran, und dacht' einmal Den Macedon'ſchen Muth zu ſchwaͤchen. Doch,

Er ſchwaͤcht' ihn nicht, und Ciſſides blieb ſtets

Derſelbe, Paches auch. Sie breiteten

Nacht uͤber's Volk Athens mit Pfeilen aus,

Ermunterten ihr Heer, und wo Gefahr

Groß war, da waren ſie. Begegneten

Sie ſich, ſo ſahen ſie vergnuͤgt ſich an.

Schwieg gleich ihr Mund, ſo ſprach ihr Auge viel,

und ſagt': Unſterblichkeit iſt unſer Theil!

Doch auch die Freundſchaft ſah zum Blick heraus,

Und es blieb ungewiß, ob Heldenmuth

Die Freunde mehr beherrſcht', als Zaͤrtlich⸗ keit.

Sie druͤckten ſich die Hand und eilten dann,

Wohin ſie Ehre trieb, und wo der Tod

In Feuer, Steinen, Pfeilen ſauſete.

Gleich unerſchrocken blieb ihr kleines Heer.

Sah iemand ſeinen Freund getoͤdtet: floß

Vom truͤben Aug' ihm eine Thraͤnenfluth,

Doch ſchickt er Pfeil auf Pfeil dem Feinde zu.

Kleiſt's Ged. 8