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E. Chr. v. Kleist's Gedichte
Entstehung
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91 O! was fuͤr Anmuth haucht anjetzt

Geſtad' und Meer und Himmel aus!

Wie ſchoͤn iſt alles! und wie froh Und gluͤcklich macht uns die Natur.

Ja, ſagt' Irin, ſie macht uns froh

Und gluͤcklich, und du wirſt durch ſie

Gluͤckſelig ſeyn, dein Lebelang, Wenn du dabei rechtſchaffen biſt; Wenn wilde Leidenſchaften nicht Von ſanfter Schoͤnheit das Gefuͤhl Verhindern. O Geliebteſter!

Ich werde nun in kurzem dich Verlaſſen und die ſchoͤne Welt, und in noch ſchoͤnern Gegenden Den Lohn der Redlichkeit empfahn. O! bleib der Tugend immer treu, und weine mit den Weinenden,

Und gieb von deinem Vorrath gern

Den Armen. Hilf, ſo viel du kannſt,

Zum Wohl der Welt. Sey arbeitſam.

Erheb' zum Herren der Natur,

Dem Wind und Meer gehorſam iſt,

Der alles lenkt zum Wohl der Welt,

Den Geiſt. Waͤhl' lieber Schand und Tod, Eh du in Bosheit willigeſt.

Chr', Ueberfluß und Pracht iſt Tand;

Ein ruhig Herz iſt unſer Theil. Durch dieſe Denkungsart, mein Sohn,