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E. Chr. v. Kleist's Gedichte
Entstehung
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unheimlich, theils ſpaßhaft zu Muthe zu werden.

Inmitten des muͤhſeligen Seneca'srittes erholte ſich Kleiſt durch andere, ihm eigen⸗ thuͤmlichere Lieder; am ſchoͤnſten wohl, indem er ſeine herrliche Ode an die preußiſche Ar⸗ mee ſang:

Unuͤberwundnes Heer! mit dem Tod und . erderben

In Legionen Feinde dringt; 2

Um das der frohe Sieg die goldnen Fluͤgel

. wingt, O Heer, bereit zum Siegen oder Sterben!

Um dieſe Zeit uͤbergab ihm der Koͤnig durch ausdruͤcklichen Befehl die Direction eines in Leipzig errichteten Feld⸗Lazarethes. Kleiſt's Vorgeſetzte fanden ſich durch dieſe Art von Controlle beleidigt, und ſtemmten ſich mit allen Kraͤften dagegen, Koͤnig Friedrich ließ ſich von ſeiner Anordnung nicht abbrin⸗ gen, dadurch bewies er allerdings, daß er den menſchenliebenden, pflichtgetreuen Kleiſt nicht ſo uͤberſehen hatte, als dieſer oͤfters meinte, ſondern, daß er ihn recht wohl in jenen ſchoͤ⸗ nen Grundeigenſchaften kannte. Aber natuͤr⸗ lich haͤtte doch der kriegeriſche Dichter jeden kuͤhneren Auftrag unendlich lieber vollfuͤhrt. Da es nun einmal ſo ſeyn ſollte, that er auch hier mit Eifer und Liebe, was ſeines Amtes war. Dabei hielt er ſein froͤhliches Ver⸗