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kriegeriſchen Roman. Doch entwarf er nur eben den Gang des Gedichtes, und ſchrieb etwa zehn Verſe auf. Es war nicht allein die Schuld der muͤhſamen Waffenuͤbungen, daß er fuͤr dießmal nicht weiter mit dieſem, ihm ſo ganz zuſagenden Gegenſtande, vor⸗ ruͤckte; Leſſing, deſſen Freund er in Leipzig, der Station ſeines neuen Regiments, wurde, wollte durchaus ein Trauerſpiel von ihm haben, und zwar einen Seneca. Dem hoch⸗ geehrten und geliebten Freunde war der Dich⸗ ter gern zu Willen. Aber das langſame Vorſchreiten des Entwurſes, das Muͤhſal, welches er bei der naͤhern Ausfuͤhrung em⸗ pfand, und wie das denn doch wieder keine eigentliche Ausfuͤhrung ward, ſondern eben nur ein abermaliger Entwurf zum kuͤnftigen Ausarbeiten und etwaigen Verfifiziren.— Alles offenbarte, daß Kleiſt hier auf eine, ſeiner eigenthuͤmlichen Muſe fremde Bahn geleitet worden ſei. Indem er ſich zwiſchen dem dritten und vierten Akte abquaͤlte, ſchrieb er ſcherzend ſeinem Gleim—(vermuthlich nach einem damals gangbaren Volksliede)— „das Roͤſſel reiten wir nicht mehr!“— Und als er's nun endlich—(um bei dem ſtallmei⸗ ſterlichen Bilde zu bleiben)— ſo aus dem Rohen dreſſirt hatte, und es Leſſingen vor⸗ ritt, ſchien dieſem ſelbſt dabei theils etwas


