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E. Chr. v. Kleist's Gedichte
Entstehung
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Im Mai des verhaͤngnißvollen Jahres 1756 fing er an, Brunnen und Bad in Frei⸗ enwalde zu gebrauchen, und ſeine fruͤhere Heiterkeit ſchien ganz wieder zu erwachen. Vielleicht ſo ſchreibt er von dort aus vielleicht wird meines Lebens Abend ſchoͤner, als mein Morgen und Mittag geweſen ſind.

Wenige Tage nachher bekam er den Be⸗ fehl, wieder zum Regiment zu kommen, weil dieſes ſich zum Ausmarſch bereit mache. Nun ward es nur noch freudiger in dem tapfern, ehrliebenden, von begeiſterter Liebe zu ſeinem Koͤnige durchgluͤheten Geiſt. Weg war jeder Zweifel an dem eignen, kraͤnkeln⸗ den Koͤrper und mit feſter Siegeszuverſicht auf den Feldherrn Friedrich und ſein Heer, freudig ſtolz, mit in deſſen Rotten zu gehoͤ⸗ ren, ruͤckte Kleiſt in's Feld.

Einige kleine Gefechte gingen der Ueber⸗ gabe des eingeſchloſſenen Sachſenheeres noch voran. Dann gab es ziemlich ruhige Win⸗ terquartiere in Zittau. Noch immer wichen die groͤßeren und ernſteren Kriegsgefahren dem kuͤhnſehnenden Dichterherzen aus, und manche Klage daruͤber ergoß ſich in ſeine Briefe an Gleim. Nur noch Ein Wort hier aus einem ſolchen, weil es den ganzen Mann ſo deutlich hinſtellt, ihn, dem unter allen Laſtern vielleicht keines verhaßter war, als