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alle dieſe Umſtaͤnde nicht geweſen wären,
waͤr' es mir dennoch unmoͤglich geweſen,
ein Wort darum zu verlieren. Nennen
Sie es Hochmuth, oder wie Sie wollen,
ich bin nun einmal ſo und unvermoͤgend,
mich zu zwingen; ſonſt weiß ich aber von keinem Hochmuthe.“
Die ſtille Reſignation Kleiſt's ward durch hoͤhere Fuͤgung belohnt. Im Jahr 1751 er⸗ hielt er ſelbſt eine Compagnie, und ward nun freier von Sorgen.
Das Jahr 1752 verlebte er großentheils in der Schweiz auf Werbung, und kam erſt im Fruͤhling des folgenden Jahrs wieder nach Potsdam zuruͤck.
Man haͤtte erwarten ſollen, den Natur⸗ freund und Dichter werde eine ſolche Reiſe vollends wieder in eine rechte Juͤnglingshei⸗ terkeit hinaufſtimmen, und ſo hoffte wohl er auch es ſelbſt. Aber es ward anders.
Kleiſt war nicht ohne truͤbe Vorahnung nach Zuͤrich gekommen. Er wußte, wie ſehr der von ihm ſeit deſſen fruͤheſtem Auftreten bewunderte und geliebte Klopſtock, dort eben nur Mißverſtehen und Verkennung unter dem Bodmer und ſeinem Anhang gefunden hatte. Ob nun er ſelbſt den Leuten, die er ſcherzend die Alpengötter nennt, behagen wuͤrde,— daruͤber war Kleiſt ſo ziemlich ge⸗ faßt.„Wem ein gutes Herz nicht gefaͤllt,“


