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E. Chr. v. Kleist's Gedichte
Entstehung
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pfohlen. Das hieß mit andern Worten, er werde nun bald ſeinen Abſchied bekommen,

d eine Verſorgung dazu, ſo gut ſie ſich fuͤr einen Halbverruͤckten ausmitteln laſſe. Kleiſt fuͤhlte ſein ganzes Leben zerruͤttet, und die natuͤrliche Froͤhlichkeit ſeines Gemuͤthes ent⸗ ſchwunden.Doch ſo ſchließt er ſeine Klage daruͤber an Gleimich bin fuͤr eſe Welt nicht allein da, und ich werde die wenigen Tage, die ich vielleicht hier noch zu leben habe, auch leicht hinbringen.

Sein Gleim wußte ihn zu troͤſten, nicht nur durch die Kraͤnze der Freundſchaft und Poeſie, ſondern auch, indem er die Aufmerk⸗ ſamkeit des edeln und geiſtvollen Generals von Stille auf ihn lenkte. Dieſer wuͤrdige, ſehr gebildete Mann ſtand als Chef eines Kuͤraſſier⸗Regimentes zu Aſchersleben in Garniſon, ward aber ven dem ihn ehrenden Friedrich oftmal zu ſeinem naͤheren Um⸗ gange nach Potsdam berufen. Bei einer ſolchen Anweſenheit ſuchte und fand General Stille des ſich erſt ſcheu zuruͤckziehenden Kleiſt's naͤhere Bekanntſchaft. Kleiſt fuͤgt ſeinem Dank an Gleim uͤber dieß geſtiftete Verhaͤltniß die Worte hinzu:Nicht weil ich hoffte, durch ihn mein Gluͤck zu machen, denn das verlang' ich hier nicht, ſondern nur, weil ich mich freue, ſo oft ich ſehe, daß es edelgeſinnte Menſchen auf der Welt gibt.

Kleiſt's Ged. 2