64
Denket numme Chinder, es ſchloft im mehlige Chörnli chlei und zart e Chiimli, das Chiimli thutich ke Schnüfli, nei, es ſchloft, und ſeit kei Wort, und ißt nit, biß es in de Fuhre lit, im luckere Bode. Aber in de Fuhren und in der füechtige
Wärmi
wacht es heimli uf us ſim verſchwiegene Schlöfli,
ſtreckt die zarte Gliedli, und ſuget am ſaftige Chörnli,
wie ne Mutter⸗Chind,'s iſch alles, aß es nit briegget.
Siderie wirds größer, und heimli ſchöner und ſtärcher,
und ſchlüft us de Windlen, es ſtreckt e Wür⸗ zeli abe,
tiefer aben in Grund, und ſucht ſi Nahrig und find't ſte.
Jo und's ſtichts der Wundervitz,'s möcht nummen au wiſſe,
wie's denn witer oben iſch. Gar heimlig und
. furchtſem
güggelet's zum Boden us— Potz tauſig, wie
gfallts em!
Uiſe lieber Hergot, er ſchickt en Engeli abe,
„Bringem e Troͤpfli Thau, und ſag em fründli⸗ Gottwilche!“


