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Auswahl von Hebel's allemannischen Gedichten
Entstehung
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Drum denk:„Es iſch e Wienechtchindli⸗Baum nooch bi nenander wohne Freud und Leid.“

Zum Zweite ſagi das: Es wär nit gut, wenns anderſt wär. Was us de Dorne luegt, ſieht gar viel gattiger und ſchöner us,

und's fürnehmſt iſch, me het au länger dra.

's wär iuſt,, as wemme Zuckerbrod und Nuß, und was am Bäumli ſchöͤn und glitz'rig hangt. uf eimol in e Suppeſchüßle thät,

und ſtellti's umme:„Iß ſo lang de magſch, „und näumis do iſch!“ Wärs nit Uhverſtand?

Zum Dritti ſagi: Wemmen in der Welt will Freude haſche, Vorſicht ghört derzu; ſuſt lengt me bald in d'Aglen und in Dörn, und zieht e Hand voll Stich und Schrunde

pruck. Denn d'Freud hangt in de Dorne. Denk mer 8 dra, und thue ne wenig gmach! Doch wenn de's heſch,

ſe loß ders ſchmecke! Gunn ders Gott der 3 Her!