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Auswahl von Hebel's allemannischen Gedichten
Entstehung
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Noch eine Frage.

Und weiſch denn ſelber au du liebi Seel,

worum de dine zarte Chinde d' Freud ⸗

in ſo ne ſtachlig Bäumli*) ine henkſch?

Wil's grüeni Blättli het im Winter, meinſch

und ſpitzi Dörn, aß's Büebli nit, wie's will

die ſchöne Sachen uſe höckle cha.

's wär nit gar über gfehlt, hoch weiſchs nit recht.

Denkwol, i ſag ders, und i freu mi druf.

Lueg, liebi Seel, vom Menſcheulebe ſoll der dornig F eudebaum en Abbild ſy. Nooch bi nenander wohne Leid und Freud, und was der's Lebe ſüeß und liebli macht, und was no ſchöner in der Ferni ſchwebt, de freuſch di druf, doch in de Dörne hangts.

Was denkſch derzu? Zum Erſte ſagi ſo: Wenn Wermeth in di Freudebecher fließt und wenn e ſcharfe Schmexz dur's Lebe zuckt/,; verſchrick nit drab, und ſtell di nit ſo fremds! Di eigni Muetter ſelig, troſt ſte Gott, ſi het der's Zeichen in der Chindheit ge.

*½) Stechpalme.