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VIII.
Amor, himmelgeborener, komm, nicht jener, der ſinnlos In's wildwogende Meer frevelnder Luͤſte ſich ſenkt, Nicht du verderblicher Gott, der tief in die Herzen den Pfeil uns Schleudert und hoffnungslos ewige Gluthen erweckt: Nein, du reizendes Kind, du fluͤchtiges, wel⸗ ches die Gotter Mit aͤtheriſchem Band lieblich und loſe ver⸗ knuͤpft! 3 Komm, du romantiſcher Knabe der Abenteuer Beſchuͤtzer. Zarten Gefluͤſters Freund, Freund der ver⸗ ſchwiegenen Luſt, Der du kenſch und uͤppig zugleich und fluͤch⸗ tig und treu biſt, Feind der Feſeln und doch immer in Feſſeln geſchmiegt, Du, der Schmerz und Freude gewaͤhrt, doch nimmer in Truͤbſinn Unſere Schmerzen und nie wandelt in Eckel die Luſt! Komm vom Himmel herab und bring mir die reizenden Maͤdchen,


