8² Doch du biſt fluͤchtig und leicht, wie die huͤ⸗
pfende Woge des Meeres, Neues allein nur reizt immer den gaukeln⸗ den Sinn; Wie mit Baͤllen das Kind, ſo ſpielſt du mit 3 Herzen, gelobſt gern Jeglichem, doch kein Gott, waͤhnſt, du, be⸗ ſtrafe den Trug. Oft ſchon nannt' ich dich falſch, und auf ewig wollt' ich dich meiden, Aber die zoͤgernde Flucht brachte mir neue Gefahr: Eiferſuͤchtig ſchalteſt du mich mit Lachen und thoͤricht, Und ein gluͤhender Kuß machte von Suͤnden dich rein.
Ach, jetzt windet ein Anderer wohl, aufwallend
in Sehnſucht, Rings um den zierlichen Leib leiſe den zit⸗ ternden Arm, Lispelt mit koſendem Fluͤſtern im Sturm des wogenden Tanzes Manches verſtohlene Watt liebeverlangend zu d Hoͤr' ihn nicht, er betruͤgt dich nur, falſch iſt der Verraͤther; Ach, ſein flatternder Sinn gleichet dem dei⸗ nen, entflieb! Reicht er nicht jetzt dir die Hand? O hinweg mit ihr, ſie iſt giftig,
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