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Liebchen, du ſchwebſt jetzt froͤhlich dahin im glaͤnzenden Saale, Leicht im fluͤchtigen Tanz regſt du den zier⸗ lichen Leib, Hoͤheres Roth durchrieſelt die Wang', und es hebt der Begeiſterung Ueppiger Rauſch hochauf wogend die gluͤ⸗ hende Bruſt. Doch dein Freund, fern trauert er jetzt im ſtillen Gemache, Wild um den bruͤtenden Geiſt tobt ihm der Sorgen Gewuͤhl. Ach, wohl denkſt du nicht mehr des Liebenden, welcher von dir nur Lernte die Luſt, von dir, Einziggeliebte, den Schmerz; Laͤngſt wohl ſchwand im bethoͤrenden Rauſch des frohen Getuͤmmels Sein hindaͤmmerndes Bild ganz aus der Seele dir fort. Amor ſpannet ſo gern im Tanz die verſtohle⸗ . nen Netze, Reichliche Beute belohnt immer den liſtigen Gott. Lieblich biſt du, wie nimmer ein anderes Maͤd⸗ chen der Erde, Wer dir nahete, bleibt gern in der Feſſel zuruͤck; Schulze. 1. Th.


