Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

23

Muͤhe koſtete, ließ er ſich zuweilen auch ohne Weigerung zu Gelegenheitsgedichten, um die er oft angeſprochen wurde, bereit finden, ſo⸗ bald er glaubte, Jemanden eine Freude da⸗ mit zu machen. Als er einmal ein ſolches Gelegenheitsgedicht bis auf den letzten Augen⸗ blick verſchoben hatte und ihm nichts in den Sinn kommen wollte, was er in Reime brin⸗ gen mochte, fiel ihm ploͤtzlich ein, aus dem Gedichte ein Akroſtichon zu machen und auf dieſe Art einem ſchon theuern Namen zu hul⸗ digen, wovon der Mann, dem das Gedicht beſtimmt war, nichts ahnen durfte. Sogleich ſtellten ſich die noͤthigen Gedanken ein. In einer halben Stunde war das Geſchaͤft been⸗ digt. Zu den vorzuͤglichſten der kleinern Ge⸗ dichte Schulze's gehoͤren mehrere lyriſche aus dieſer Periode. Die Cacilie wurde mit dem zwanzigſten Geſange vollendet im December 1815. Das ganze Gedicht iſt alſo in drei Jah⸗ ren entſtanden, von denen der Feldzug uͤber ſechs Monate weggenommen hat. Seit dieſer Zeit fing der Dichter, deſſen Herz ſo feſt an Goͤttingen hing, ſelbſt einzuſehen an, daß er andere Luft athmen muͤſſe, um ſich an Leib und Seele zu erholen. Einige ſeiner Freunde, die ein gluͤckliches Zuſammentreffen von Um⸗ ſtaͤnden nach Rom gefuͤhrt hatte, luden ihn zu ſich ein. Italien wurde nun das naͤchſte Ziel ſeiner Wuͤnſche. Vieles, in Beziehung