Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
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thums ſich nie befaßt, uͤberhaupt zur religioͤ⸗ ſen Poeſie weder Anlage noch Neigung zu ha⸗ ben geſchienen hatte. Aber er war auch nicht der Vorige mehr. Der Uebergang vom ſchwaͤr⸗ meriſchen Gluͤcke zu einem Schmerze, von dem er ſich bis dahin keine Vorſtellung machen konnte, hatte allen ſeinen Gedanken eine an⸗ dere Richtung gegeben. Das Liebliche, an dem ſeine Phantaſie hing, kleidete ſich in die Far⸗ ben der Schwermuth. Der Kampf des freien Gemuͤths mit dem Schickſale und die religioͤſe Hingebung des Glaubens an das Goͤttliche wurden ſeine Lieblingsideen. Duͤſter und grau⸗ jenvoll ſollte der Hintergrund des großen Ge⸗ maͤldes ſein, an dem ſeine Phantaſie raſtlos arbeitete. Das Furchtbare und Schauderhafte ſollte im Contraſte mit dem Milden und Edeln recht ſtark hervor ſtechen. So verlangte es das Gefuͤhl, aus dem das Gedicht hervor ging. Die Heftigkeit dieſes Gefuͤhls ließ auch keine langſame Ausfuͤhrung zu. Im Januar 1813 wurde der erſte Geſang angefangen. Nicht lange darauf theilte mir der Dichter ſchon den zweiten mit. Vieles wurde ſeitdem uͤber Plan und Ausfuͤhrung unter uns geſprochen. Ich heſtend ihm offen, daß ich mit der Erfindung nicht ſympathiſiren koͤnne. Ich fragte ihn, ob er nicht lieber noch ein Mal umlenken wollte, um anſtatt der ſeltſamen, von ihm erfundenen legende eine zu waͤhlen, die vormals Glau⸗ Schulze. 1. Th. 2