Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
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ſender Lebendigkeit in ihrem ganzen Weſen, zeichnete ſie ſich auch durch ihren feinen Kunſt⸗ ſinn und ihre Talente aus. Im Zeichnen und Malen hatte ſie es ſchon weit gebracht. Mit Fertigkeit und Ausdruck ſpielte ſie das Cla⸗ vier und die Harfe. Ihr und ihrer eben ſo liebenswuͤrdigen Schweſter Adelheid ſich näͤ⸗ hern zu duͤrfen, wurde des jungen Dichters hoͤchſtes Gluͤck. Bald verduakelte ſeine Liebe zu Caͤcilien alles Irdiſche in ſeinen Gedanken. Cacilie erwiederte ſeine ſchwaͤrmeriſche Zunei⸗ gung mit freundlichem Wohlwollen, und mehr bedurfte es nicht; denn eine poetiſchere und den gewoͤhalichen Forderungen der Leidenſchaft williger entſagende Liebe kann es nicht wohl geben. Seine Epiſtel an die Geliebte in der Sammlung ſeiner Gedichte, die er im Jahr 1813 herausgegeben hat, durften unbedenklich ſein Gefuͤhl der ganzen Welt verrathen. Die ſchoͤne Schwaͤrmerei, der er ſich ganz hingab, verleitete ihn auch zu keinen Thorheiten im wirklichen Leben. Er benahm ſich aͤußerlich wie vorher, ſetzte fleißig ſeine philologiſchen Studien fort und wurde nach vorher gegange⸗ nem Examen in der philoſophiſchen Facultaͤt zum Doctor und Magiſter promovirt. Sein Geiſt blieb heiter auch in ſeiner Schwaͤrmerei. Was aus ſeiner Liebe, die gar kein irdiſches Ziel hatte, unter gluͤcklichen Umſtaͤnden auf bie Laͤnge geworden ſein wuͤrde, ließ ſich nicht vor⸗