Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
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die Univerſitaͤt vorbereitete. Aber Rechnen zu lernen, wollte er ſich nie bequemen. Als die Zeit heran ruͤckte, da er ſich zu einem be⸗ ſtimmten Fache entſchließen mußte, waͤhlte er die Theologie, wahrſcheinlich nur, um doch etwas zu waͤhlen, das zu einem Amte fuͤhrte, denn gegen die Jurisprudenz hatte er eine eben ſo entſchiedene Abneigung, wie gegen die Medicin.

Im Herbſte des Jahres 1806 fingen die Univerſitaͤtsſtudien des jungen Dichters, der damals nur eine dunkle Ahnung von ſeiner natuͤrlichen Beſtimmung hatte, in Goͤttingen an. Ich ſah ihn zum erſten Male, als er ſich bei mir zu einem Collegium meldete. Sein Aeußeres nahm beim erſten Anblicke weder füͤr noch gegen ihn ein. Sein gut gebauter Korper, von mittlerer Groͤße, hatre eine feſte Haltung, ſein regelmaͤßig gebildetes Ge⸗ ſicht hatte edle Zuͤge, aber ſein geiſtvolles Auge war unſtaͤt. In ſeinem einfachen, gera⸗ den und anſpruchloſen Betragen lag nichts, das ungewoͤhnliche Erwartungen haͤtte erregen können. Aufmerkſam wurde ich auf ihn zu⸗ erſt, als er in einem Practikum, deſſen Zweck war, den ſchriftlichen Styl der Theilnehmer zu bilden, durch Ausarbeitungen ſich auszeich⸗ nete, in denen Gefuͤhl und Phantaſie ſo zart und ſo correct ſich ausdruͤcklen, wie es ſich von einem jungen Mann von achtzehn Jah⸗