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Teppiche kein Geräuſch machte;„wie Schade! Es iſt heute ſo ſchoͤn, der Hof iſt ſo trocken, welche praͤchtigen Uebungen könnten wir halten, Bruder Schatzmeiſter.“
„Man muß warten lernen, Kind“, entgegnete der Bruder Borromaͤus mit erheuchelter Unterwuͤrfigkeit, wel⸗ cher aber das Feuer ſeines Blickes widerſprach.
„Aber warum befehlt Ihr nicht immer die Waffen zu vertheilen?“ fuhr Jacob ungeſtuͤm fort, indem er die herun⸗ tergeſunkenen Aermel wieder aufſtreifte.
„Ja, Ihr.“
„Ich befehle nicht, das wißt Ihr, Bruder“ entgegnete Borromaͤus demuͤthig;„iſt nicht der Gebieter da?“
„In dem Lehnſtuhle da, ſchlafend, wäͤhrend Jedermann wacht“ ſagte Jacob in weniger achtungsvollem als unge⸗ duldigem Tone,—„der Gebieter?“
Und ſein Blick ſchien bis in die Tiefe des Herzens des Bruders Borromaͤus dringen zu wollen.
„Achten wir ſeinen Rang und ſeinen Schlaf“ ſagte dieſer, indem er in die Mitte des Gemaches trat, aber ſo unglücklich, daß er einen Schemel umſtieß.
ogleich der Teppich das Geräuſch des Falles milderte, S doch auf und erwachte. „Wer da?“ fragte er mit der bebenden Stimme einer ſchlaftrunkenen Schildwache. „Herr Prior“, antwortete Bruder Borromaͤus,„ver⸗ zeiht, wenn wir Euch in frommen Gedanken ſtören, aber ich moͤchte mir Euere Befehle erbitten.“
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