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„Ah, guten Morgen, Bruder Borromäus!“ antwortete Gorenflot mit leichtem Kopfnicken.
Nach einigem Nachdenken, wobei er offenbar alle Sai⸗ ten ſeines Gedaͤchtniſſes anſpannte, fragte er und er blin⸗ zelte drei oder vier Mal mit den Augen:
„Welche Befehle?“
„In Bezug auf die Waffen und Ruͤſtungen.“
„Waffen und Ruͤſtungen?“ fragte Gorenflot.
„Allerdings; Ew. Gnaden befahlen Waffen und Ru⸗ ſtungen herbeizuſchaffen.“
„Wem?“
„Mir.“
„Ich haͤtte Waffen bringen laſſen?“
„Ohne Zweifel, HerrPrior“ antwortete Borromaͤns in immer gleichem feſten Tone.
„Ich?“ wiederholte Modeſtus im hoͤchſten Erſtaunen. „Ich? Und wann?“
„Vor acht Tagen.“
„Ah.. Wenn es ſchon acht Tage her iſt!.. Aber wozu Waffen?“
„Ihr ſagtet zu mir und ich wiederhole Euere eigenen Worte: Bruder Borromaͤus, es würde gut ſein, wenn wir uns mit Waffen verſähen, damit wir unſere Monche bewaff⸗ nen koͤnnten; die gymnaſtiſchen Uebungen entwickeln die Kraͤfte des Koͤrpers, wie fromme Uebungen die des Geiſtes.“
„Das habe ich geſagt?“ fragte Gorenflot.
„Ja, ehrwuͤrdiger Prior und ich, ein unwuͤrdiger gehor⸗
ſamer Bruder, beeilte mich Euere Befehle auszufuͤhren und
Kriegswaffen herbeizuſchaffen.“


