Teil eines Werkes 
1. Bd. (1847)
Entstehung
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Seine fette Hand ruhet auf einem Quartanten, den ſie vollſtändig bedeckt; ſeine beiden dicken Füße ſtuͤtzen ſich auf eine Waͤrmflaſche und ſeine Arme ſind nicht mehr lang ge⸗ nug, um den Bauch zu umfaſſen.

Eben hatte es halb acht Uhr fruͤh geſchlagen. Der Prior war zuletzt aufgeſtanden; denn er machte Gebrauch von der Beſtimmung, welche dem Superior eine Stunde mehr Schlaf giebt als den andern Moͤnchen; aber er ſetzte ruhig den Schlummer in einem ſehr weichen und bequemen Lehnſtuhle fort.

Die Ausſtattung des Gemachs, in welchem der wurdige Abt ſchlummerte, war mehr weltlich als kloſterlich: ein Tiſch mit gedreheten Füßen und einer koſtbaren Decke darauf; Gemaͤlde, in denen ſich in eigenthuͤmlicher Weiſe die Liebe und die Froͤmmigkeit vereinigten, wie man ſie nur in jener Zeit findet; koſtbares Kirchen⸗ oder Tafelgeſchirr; an den Fenſtern faltenreiche Vorhaͤnge von venetianiſchem Broeat, die trotz ihrem Alter gläͤnzender ausſahen als die theuerſten neuen Stoffe, das waren die Schätze, in deren Beſitz Modeſtus Gorenflot durch die Gnade Gottes und des Koͤ⸗ nigs, namentlich aber Chicot's gekommen war.

DerPrior ſchlummerte alſo in ſeinem Lehnſtuhle, wäh⸗ rend das Morgenlicht ihm den täglichen Beſuch machte und auf dem rothen Geſichte des Schlaͤfers ſpielte.

Da wurde die Thür des Gemachs vorſichtig geffnet und es traten zwei Moͤnche herein, ohne den Priorzu wecken.

Der erſte war ein Mann von dreißig bis fuͤnfunddreißig Jahren, hager, bleich und zuſammengeſunken in einer Ja⸗ cobinerkutte; den Kopf aber trug er ſtolz gerade und ſein