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Der Diener der Dame hatte diesmal ſein Geſicht ganz mit der Kapuze verhuͤllt. „Es iſt ſehr kalt heute“, ſagte er, um dieſe geheimniß⸗„
volle Vorſicht zu entſchuldigen oder zu verbergen. „Ja, der Wind weht eiskalt“, beſtätigte Chicot, der den Andern nicht anſah, um ihn nicht ängſtlich zu machen. „Ich ſtehe Euch zu Dienſten.“ „Ich verlaſſe die Stadt.“ „Das habt Ihr mir bereits geſagt.“ „Ich weiß es, aber ich muß Geld in meinem Hauſe zuruͤcklaſſen.“ „Das iſt ſchlimm; nehmt es lieber mit Euch.“ „Nein, der Menſch iſt unbehilflicher und minder ent⸗ ſchloſſen, wenn er ſein Geld gleichzeitig mit ſeinem Leben zu retten ſucht. Ich laſſe alſo Geld hier zuruck, das freilich gut verwahrt iſt, ſo gut verſteckt, daß ich weiter nichts als eine Feuersbrunſt zu fuͤrchten habe. Wenn eine ſolche eintreten ſollte, ſo beobachtet doch, Nachbar, das Verbren⸗ nen des dicken Balkens, deſſen Ende Ihr da herausragen ſeht und ſucht in der Aſche.“ „Wirklich“, entgegnete der Unbekannte mit ſichtbarem Unbehagen,„Ihr haͤttet beſſer gethan, wenn Ihr dies Ge⸗ heimniß einem Freunde anvertraut hättet ſtatt einem Manne, den Ihr nicht kennt und den Ihr nicht kennen konnt.“ Während er ſo ſprach, ſah ſein blitzendes Auge das ſuͤßfreundliche Geſicht Chicot's fragend an. „Allerdings“, antwortete dieſer,„ich kenne Euch nicht, aber ich verſtehe in den Mienen zu leſen und halte Euer Geſicht fur das eines ehrlichen Mannes.“
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