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Dieſen Morgen nun, als er ſeine Caſſe oͤffnete, um mit ſich ſelbſt zu rechnen, dachte er:
„Die Zeiten ſind ſchlimm und der Edelſinn iſt aus der Welt verſchwunden. Ich brauche nicht zartfüͤhlend mit Heinrich zu verfahren. Dieſe tauſend Thaler kommen auch nicht einmal von ihm, ſondern von einem Oheime, der mir ſechsmal mehr verſprochen hatte. Der Oheim war freilich nicht verheirathet. Wenn es noch Nacht waͤre, wuͤrde ich mir hundert Thaler aus der Taſche Heinrichs holen, aber es iſt Tag und ich muß mich auf mich ſelbſt und— Goren⸗ flot verlaſſen.“
Bei dem Gedanken, Geld von Gorenflot zu verlangen, lächelte Chicot unwillkuͤrlich.
„Es waͤre doch ein ſchöner Anblick“, fuhr er fort, „wenn Gorenflot, der mir ſein Gluͤck verdankt, dem Freunde hundert Thaler zu dem Dienſte des Koͤnigs verweigerte, der ihn zum Prior der Jacobiner ernannt hat. Ach“ ſetzte er achſelzuckend hinzu,„er iſt nicht mehr Gorenflot, ja, aber Robert Briquet iſt immer Chicot.— Den Brief des Ko⸗ nigs, das Schreiben, welches den Hof von Navarra in Fener und Flammen verſetzen ſoll, verſprach ich vor Tages⸗ anbruch abzuholen und nun iſt der Tag ſchon angebrochen.
Ich werde mich dieſes Auskunftsmittels bedienen und es
wird ſogar dem Schädel Gorenflots einen tüͤchtigen Schlag verſetzen, wenn ſein Hirn zu hart iſt, als daß ich mit Wor⸗ ten darauf einwirken könnte. Vorwaͤrts alſo!“
Chicot paßte das Bret wieder ein, welches ſeinen ge⸗ heimen Schatz verbarg, ſchlug es mit vier Nägeln feſt, be⸗
deckte es wiederum mit dem Steine, auf den er Staub


