über dieſelbe hinwegzuſteigen und Friard vergebens ein Lochelchen ſuchte, um unten durchzukriechen, hatte der Un⸗ bekannte ſich aufgerichtet, ſeine Beine der ganzen Länge nach ausgeſtreckt und ſtieg mit einer einzigen Bewegung gleich der eines Reiters, welcher ſich in den Sattel ſchwingt, über die Hecke, ohne daß ein Zweig ſeine Beinkleider be⸗ ruͤhrte. Meiſter Miton folgte dem Beiſpiele, zerriß aber ſeine Beinkleider an drei Stellen. Nicht ſo wohl wurde es dem kleinen Friard, der weder daruber hinwegſteigen, noch un⸗ ten hindurchkriechen konnte, uberdies von allen Seiten ge⸗ drangt und geſtoßen wurde und jämmerlich ſchrie, bis der Unbekannte ſeinen langen Arm ausſtreckte, ihn am Wamms⸗ kragen faßte und leicht wie ein Kind empor und über die Hecke hinuberhob. „Oh, Oh!“ rief Meiſter Miton lachend aus, als er ſeinen Freund Friard ſo emporheben und niederſetzen ſah;„Ihr ſeht aus wie die Fahne des großen Abſolon.“ „uf!“ ſagte Friard als er wieder auf dem Boden ſtand;„ich mag ausſehen wie ich will, bin ich doch, Dank dem Herrn da, auf der andern Seite der Hecke.“ Dann richtete er ſich empor, um an dem Unbekannten emporzu⸗ ſehen, dem er kaum bis an die Bruſt reichte.„Ach, Herr“, fuhr er fort,„wie danke ich Euch! Herr, Ihr ſeid ein Her⸗ eules, auf Ehre, ſo wahr ich Jean Friard heiße.. Euer Name, Herr, der Name meines Retters, der Name mei⸗ nes. Freundes? und der brave Mann ſprach das letztere Wort wirklich mit der tiefſten Erkenntlichkeit aus.
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