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aber der heutige Tag hat die Geſchichte nicht gerade beſſer gemacht. Jacaues! Jacques!“
Jacques kam.
Edouard blieb nicht allein bis dem jungen Men⸗ ſchen der Befehl nach Montagnat zu gehen, gege⸗ ben, ſondern auch bis er fort war.
Dann ging er hinauf, um zu thun, was Roland und Sir John thaten, das heißt, ſeine Toilette zu machen.
Es war, wie man begreiflich finden wird, bei Tiſche nur von den Heldenthaten des Tages die Rede. Edouard war nichts lieber als davon ſprechen zu können, und Sir John, den der Muth, die Ge⸗ ſchicklichkeit und das Glück Rolands zur Bewunde⸗ rung hingeriſſen, überbot die Erzählung des Knaben.
Frau von Montrevel zitterte bei jeder Einzeln⸗ heit und doch ließ ſie ſich alles zwanzig Mal wieder ſagen.
Was ihr zuletzt am Klarſten von allem erſchien, war, daß Roland das Leben Edyuards gerettet.
„Haſt Du ihm auch recht gedankt?“ fragte ſie den Knaben.
„Wem?“
„Dem Bruder!“
„Warum denn danken?“ ſagte Edouard.„Hätte ich denn nicht daſſelbe gethan, wie er?“
„Was wollen Sie, Madame,“ ſagte Sir John. „Sie ſind eine Gazelle, die, ohne es zu wiſſen, einer Löwenrace das Leben gab.“
Amelie hatte ihrerſeits der Erzählung eine große Aufmerkſamkeit geſchenkt, und dies namentlich, als ſie die Jäger ſich der Karthauſe nahen ſah.


