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ſagte Sir John,„ſo wiſſen Sie, daß das Thier auf
uns iſt, ehe wir Zeit haben, es zu jagen.“ „Ich weiß es, Mylord, aber ich bin an dieſe Jagd gewöhnt,“ antwortete Roland mit weitgeöffne⸗
ten Naſenflügeln, glühendem Blicke und halbgeöffne⸗
ten Lippen.„Feuer, Edouard!“
Der Schuß folgte augenblicklich dem Commando; alsbald jedoch, vielleicht ehe noch das Thier raſch wie der Blitz auf den Knaben losgeſtürzt war, hörte man einen zweiten Schuß; dann ſah man unten in dem Rauch die blutigen Augen des Thieres glänzen.
Auf ſeinem Wege jedoch begegnete es Roland, der das rechte Knie auf dem Boden und das Jagd⸗ meſſer in der Hand den Bacher anlaufen ließ.
Einen Augenblick wälzte ſich eine wirre und un⸗ förmige Maſſe auf dem Boden: der Jäger hing an dem Bacher, der Bacher an dem Jäger.
Man hörte einen dritten Flintenſchuß, dem ein lautes Lachen Rolands folgte.
„Ei, Mylord,“ ſagte der junge Offizier,„das heißt Kugel und Pulver verſchwenden; ſehen Sie nicht, däß dem Thier der Bauch aufgeſchlitzt iſt? Machen Sie mich nur von ſeinem Körper los; das Vieh wiegt vier Centner und erdrückt mich.“
Ehe Sir John jedoch ſich herabgebeugt, wälzte Roland mit einer kräftigen Schulterbewegung das todte Thier von ſich und ſtand blutbedeckt, aber ohne die geringſte Verwundung, auf.
Der kleine Edouard war aus Mangel an Zeit oder Muth nicht von der Stelle gewichen. Er war freilich durch den Körper ſeines Bruders, der ſich vor ihn geworfen, vollſtändig geſchützt.


