*
1¹
Deßhalb beſchloß Philipp der Schöne, dieſer große Schatzgräber, eines Papſtes Gunſt gewinnen zu wollen.
Benedict XI. war todt, das Conclave in Perugia; die franzöſiſchen Cardinäle bildeten die Majorität im Conclave.
Philipp der Schöne warf ſein Auge auf den Erz⸗ biſchof von Bordeaux, Bertrand de Got. Er kam
mit ihm in einem Walde bei Saint Jean d'Angely
zuſammen.
Bertrand de Got hütete ſich bei der Zuſammen⸗ kunft zu fehlen.
Sie hörten dort die Meſſe und als das Sanctiſſi⸗ mum erhoben wurde, ſchwuren ſie ſich bei dem Gott, den man verherrlichte, abſolute Verſchwiegenheit.
Bertrand de Got wußte noch nicht, um was es ſich handelte.
Als die Meſſe zu Ende war, ſagte Philipp der Schöne zu ihm:
„Erzbiſchof, es liegt in meiner Macht, Dich zum Papſte zu machen.“
Bertrand de Got achtete anfangs nicht darauf, und warf ſich dem König zu Füßen.
„Was muß ich thun, um das zu erreichen?“ fragte er.
„Mir ſechs Gunſtbezeugungen erweiſen, die ich von Dir verlangen werde,“ antwortete Philipp der Schöne.
„Es iſt an Dir zu befehlen, und an mir zu ge⸗ horchen,“ ſagte der künftige Papſt.
Der Schwur der Dienſtbarkeit war geleiſtet.
Der König erhob ſich, küßte ihn auf den Mund und ſagte:


