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ſchmaler Fußſteig, den die rollenden Wogen be⸗ netzten, führte hier faſt längs unter dem Felſen nach dem Schloſſe zurück. Er blieb ermüdet ſtehen; es war, als flüſterte das Geräuſch der Wellen ihm unverſtändliche Worte zu, die bald lockend, bald abſchreckend klangen. Er fühlte ſich unwiderſtehlich getrieben, in ſie hinauszuſtär⸗ ren; da rollte auf einmal eine leichte Woge ein ſchwarzes Band zu ſeinen Füßen; ein kleines Petſchaft war daran geknüpft, das er ſchaudernd aufhob, und ſeine Blicke darauf yeftete⸗ Es trug das Wort: Lebewohl.
Nachſchrift.
Guſtab war nach dem Schloſſe zurückgekehrt, wo ihm Theobald entgegen kam. Eine ſonder⸗ bare Ruhe, die Ruhe, welche ſelbſt die fürch⸗ terlichſte Gewißheit eines unerſetzlichen Verlu⸗ ſtes jeder männlichen Bruſt in dem erſten Au⸗ genblick ihres Eintretens immer gibt, war Lebewohl. III. Thl. 3 15


