Teil eines Werkes 
3. Theil (1826)
Entstehung
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Innern mich ſammeln. Wir wollen, wir müſ⸗ ſen reiſen. Du ſollſt mir folgen; ich muß ſie ſehen, wenn ſie noch lebt. Weiter auri ich nichts. Gehe.

Theobald ging. Guſtav, in Rarwer, dumpfer Betäubung las die unglücklichen Blätter noch einmal durch. Er konnte nicht damit fertig wer⸗ den; es ſchien ihm zu lindern, ſein Herz damit zu ſättigen. Allein ſeine Unruhe ſtieg mit je⸗ der Minute. Vergebens ſuchte ſein Blick zu allen Seiten. Nichts, nicht das kleinſte Anden⸗ ken von der unglücklichen, jetzt zu ſpät erkann⸗ ten Cäcilie war ihm geblieben, als dieſe un⸗ ſchätzbaren Blätter, die er zuletzt auch an ſei⸗ nem Buſen bewahrte, wie der unglückliche Ju⸗ lien das ſeidne Tuch. In dieſem Augenblick war es ihm, als läge die Leiche des armen Jüng⸗ lings mit zerſchmettertem Gehirn zwiſchen ihm und dem Denkmal.

Er raffte ſich entſetzt auf und entfloh zu der Seite, wo er ſonſt nie hinabzuſteigen pflegte. Der Weg führte zu dem Strome hinunter; ein