Teil eines Werkes 
3. Theil (1826)
Entstehung
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ladeſt, von ſeinem Geſchäftsführer zugeſtellt.

Deine Hochzeit! ſie bringt mir den Tod, Guſtav! wenn es nicht zu ſpät wäre Du müßteſt nun wählen. Hinweg jede Be⸗ denklichkeit, jede Sitte! Ich reiſe unverzüglich, ich muß Dich meiner Nebenbuhlerin entreißen das ſchöne Kind weiß nicht, was es iſt: zu lie⸗ ben; oder auch zu Deinen Füßen ſterben.

Gelingt es mir, will ich Dir dieſe Zeilen übergeben, ſonſt

Die Verzweiflung Guſtavs, als er dieſe un⸗ ſeligen Blätter zu Ende geleſen, läßt ſich nicht beſchreiben. Die Freunde ſahen ſich an, aber ſie hatten keine Worte. Nun, da das unſelige Räthſel aufgelöſt vor ihnen da lag, erſtaunten ſie beide, daß es ihnen nicht früher klar ge⸗ worden war. Endlich ſchien Theobald etwas ſagen zu wollen; er ergriff Guſtavs Hand; al⸗ lein dieſer winkte ihm, zu ſchweigen.Laß mich, ſagte er leiſe;ich muß allein ſeyn! Befürchte nichts, Theobald! aber laß mich im