Teil eines Werkes 
3. Theil (1826)
Entstehung
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gen ich keine Kraft hatte. Um uns beiden würdig zu ſeyn, war ich entſchieden, den Pflich⸗ ten der Gattin getreu zu bleiben, aber es fehlte mir an Muth, Ihrer Liebe zu entſagen. Wie mußte ich mich ſelbſt beherrſchen, um nicht mich ſelbſt tauſendmal zu verrathen! Nur die heiße Leidenſchaft, die mein ganzes Weſen er⸗ füllte, verlieh mir Gewalt dazu.

O! Guſtav! Worte können Ihnen nicht ſagen, wie groß meine Verzweiflung war, in dem Augenblick, als ich erfuhr, daß Sie ver⸗ wundet waren. Sobald der Baron entſchieden hatte, daß ich ihn bis Straßburg begleiten ſollte, bediente ich mich aller Mittel, um mich Ihnen zu nahen. Ein Verwandter des Caſtel⸗ lans von Adelmar, von dem ich wußte, daß er ein wackerer Mann ſei, diente unter den Lanciers. Ich mußte ihn mir geneigt machen, ohne mich zu erkennen zu geben. Zum erſten Mal bekam mein glänzendes Vermögen einigen Werth für mich, weil es mir Mittel gab, Sie wiederzuſehen, und mit Ihnen

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