Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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auffriſchte; die entfernte Schuld des Barons kam ihm gering vor, neben der ihm gegenwär⸗ tigen unverſchuldeten Buße, die ſeine Mutter

mit jenem getheilt. Er zürnte dem Mann,

den ein blindes Ungefähr dahin bringen konnte, nicht allein ſeine Liebezu verſchüchtern, ſondern auch einen ſo unſchuldigen anbetungswürdigen Ge⸗ genſtand demſelben aufzuopfern; um ein Gerin⸗ geres wollte er kein Bedenken tragen, in die entfernteſte nackte Einöde mit der Geliebten zu entfliehn; ſie würden beide dieſe mit ihrer Liebe ausſchmücken.

Wie! unterbrach er endlich mit Unmuth Theobalds rührendes Gemälde von der letzten Stunde ſeines Freundes, als rief ihm eben dieſe ins Gedächtniß zurück, daß die Nachricht davon den morſchen Lebensfaden der Mutter ſo jäh abge⸗ ſchnitten!Wie! was kümmert mich das Ver⸗ langen, die Wünſche eines Mannes, der meine Mutter getödtet hat! Ihm ſollte ich die Liebe opfern, die mächtiger in meinem Herzen herrſcht, als je die ſeinige geweſen? Allgütiger Gott!