Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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ſeines Gemüths bemächtigen; die ſchnelleren Schläge ſeines Herzens lehrten ihn endlich, daß die klügſten Entſchlüſſe vor den Blicken eines Mädchens verſchwinden können, daß die Ge⸗ walt der ſtrengſten Vernunft oft der der Schön⸗ heit weichen müſſe. Noali ſah keiner der Frauen ähnlich, die er bisher geſehen; ihre feine geiſti⸗ ge Geſtalt, ihre ſchönen blauen Augen, von langen Wimpern verſchleiert, ihre anmuthsvollen Züge, ihre blonden Haare, die ſich in Locken um den blendend weißen Hals ringelten, kurz das ganze Engelsbild entzückte ihn beim erſten Anblick; und ſpäter machten ihre Aufrichtigkeit, ihre Unſchuld, ihre Reinheit, daß er aus allen Kräften der Seele eins der ſchönſten Werke der Natur in ihr verehren mußte.

Gewohnt, ſich ſelbſt Rede zu ſtehen, konnte er nicht lange über das Gefühl, das ſein gan⸗ zes Herz durchdrang, in Ungewißheit bleiben; an dem unruhigen Wogen ſeines Inneren er⸗ kannte er die Liebe, und er beſaß Stärke ge⸗ nug, dies Geheimniß in ſeinem Buſen zu