Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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Das war aber nicht der Fall mit Theo⸗ bald; Noali's Erſcheinung hatte einen ſehr verſchiedenen Einfluß auf ſein Glück.

Bis hieher hatte er nie die Unruhe, den inneren Drang oder das Bedürfniß, zu lieben und geliebt zu werden, in der Rähe einer Frau empfunden; obgleich der Schönheit huldigend,

hatte er noch nicht begreifen können, wie ſie

Begeiſterung, Wonne, die den Verſtand ver⸗ wirren und die Urtheilskraft zerſtören, einflö⸗ ßen könne. Wie oft hatte er zu Guſtavs Ue⸗ berſpannung gelächelt, und noch öfters hatte er mit einem Gefühl der Traurigkeit daran ge⸗ dacht, daß dieſe Ueberſpannung dem Freund in der Folge vielleicht mancherlei Leiden koſten würde. Nerville, in der Ueberzeugung, daß das ſicherſte Mittel, glücklich zu ſeyn, darin beſtand, ſich nie von der Mäßigung zu entfernen, be⸗ trachtete Alles, was dieſer nicht entſprach, als dem Glück und der Vernunft widerſtreitend.

Indeſſen fühlte er bei Noali's Anblick zum erſten Mal eine unbekannte Unruhe ſich