Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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einige Zeit bei uns, wenn es auch nur wäre, um mir zu beweiſen, daß ich Sie ganz kenne, und daß meine alte Thorheit Gnade vor Ihrer

jungen Klugheit finden werde.

Dies Schreiben, das ihn an die Güter der Welt, an die er nicht dachte, erinnerte, machte einen peinlichen Eindruck auf Guſtav. Es dünkte ihn, daß der Baron nur einen ſchlechten Ehemann abgeben müſſe. Obgleich in einem ſehr vorgerückten Alter, hatte er noch nicht ſolche Anſprüche aufgegeben, die einer jungen, zartfühlenden Frau vermuthlich höchſt beſchwerlich ſeyn würden; aber konnte die Frau, die Jugend und Schönheit dem Vermögen auf⸗ opferte, die der Liebe entſagte, und ihre Reize dem Golde preisgab, konnte ſie auch Zartgefühl beſitzen?

Nein! ſprach er in ſeiner Seele,mö⸗ ge das verblendete Geſchöpf wenigſtens deſſen, was ihr ſo wünſchenswerth erſcheint, genießen; mögen ihr die Güter ganz gehören; laß ſie reich werden, weil ſie ſich darnach ſehnt!