Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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nicht dieſe Gluth der Sehnſucht, die verzehrt und aufreibt; die ſchrecklichſte Trennung, Tren⸗ nung ohne irgend eine Hoffnung des Wieder⸗ ſehens erſcheint uns nur als eine Abweſenheit! Ach! wie gern möchten wir oft um den Preis vieler Lebensjahre dieſen Zuſtand verlängern können! Aber vergebens! Die betäubten Kräfte erhalten ihre Schnellkraft wieder; der Stachel des Schmerzes läßt ſich aufs neue, und mit peinlicherer Gewalt fühlen als je.

So ging es indeſſen Guſtav nicht! Als er

endlich aus ſeinen Träumen erwachte, blieben noch immer Hoffnung und Freudigkeit in ſei⸗ nem Herzen zurück; im Gegentheil, nie früher hatte das Leben ihn mit ſo beglückenden Täu⸗ ſchungen umgeben; er legte ſchnell und eifrig die Hand auf das Herz, und ſagte feierlich: Unbekanntes, angebetetes Weſen! ja! ich weihe Dir mein Leben; ich will deinen Willen verehren und nicht ſuchen, Dich zu ſehen; al⸗ lein wenn Liebe genug iſt, um die Scheidewand,