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Gedanken nahm ſie ihre Zuflucht zum Gebet, und fühlte ſich auch diesmal dadurch beruhigt und geſtärkt.
Der Anbruch des Tages fand ſie nicht weniger unglücklich, aber demuthsvoll ergeben. Sie begab ſich, ſchwach, ermüdet wie ſie war, nach der Capelle, wo ſie einen großen Theil des Tages zubrachte. Guſtav, die Gewohn⸗ heit des Tages und den Willen der Mutter verehrend, hielt ſich beſcheiden von ihrer Nähe zurück. Alle Leute im Schloſſe hielten dieſen Tag in Ehren; es ſiel Niemandem ein, ihre Zu⸗ rückgezogenheit zu ſtören. Es war der ſechs⸗ undzwanzigſte Juni.
Beim Sonnenuntergang bedeckte ſich die Gräfin mit einem großen Schleier, und ſchlug mit langſamen Schritten den Weg nach dem Felſen ein. Guſtav, ohne ſich ſehen zu laſſen, folgte ihr lange mit den Augen; mehrmals wandte ſie den Kopf zurück, und ſchien die Blicke auf die Fenſter des Sohnes zu heften; einen Augenblick ſtand ſie ſtille; die Uhr ſchlug acht. Nun ih⸗
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