☛ 25
die ſonoren Töne ſeiner Mutter, fühlte ſich un⸗ angenehm überraſcht. Er verbarg dieſe Em⸗ pfindung nicht ſorgfältig genug, denn ein be⸗ jahrter Mann, der neben ihm ſaß, flüſterte ihm zu; die junge Dame wäre eigentlich nicht für dieſe Rolle beſtimmt, ſie ſollte von Mademoiſelle Adelmar gegeben worden ſeyn; ſie hat eine himmliſche Stimme; ſie befindet ſich aber ſeit einigen Tagen nicht wohl, und ſo iſt dieſe Parthie in die unrechten Hände ge⸗ kommen.—„Warten Sie! Sie können ſie ſehen!“ fügte er hinzu,„dort hinter der er⸗ ſten Couliſſe, wo ſie dem Gedächtniß ihrer Stell⸗ vertreterin zu Hülfe zu kommen ſucht.“ Guſtavs Blicke folgten der angegebenen Richtung, und er gewahrte ein ungefähr vierzehn⸗ jähriges Mädchen, klein, rund, ein wenig braun, mit ſehr ſchwarzen, aber rothen geſchwol⸗ lenen Augen. Guſtav wandte ſchnell die Au⸗ gen hinweg, und heftete ſie mit mehr innerer Befriedigung als früher, trotz der häßlichen Stimme, auf die ſchöne Schauſpielerin.


