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Entwurf ihres Zuſammenlebens, wenn Gu⸗ ſtav einſt eine Gattin erwählt haben würde! 9! wie ſollte ſie die lieben, die ihn glücklich machte!—— 8
Der junge Graf, entzückt, ſie mit der Zu⸗ kunft beſchäftigt zu ſehen, faßte Hoffnung aufs neue; er war weit entfernt, in dem Herzen der zärtlichſten Mutter geleſen zu haben; ſie fühlte den Tod im Innern. Ihre zu glühende Seele hatte allmählig ihr Daſeyn untergraben; allein ſie hatte Guſtavs Unruhe wohl bemerkt; und ſeinetwegen gewünſcht, ihr Leben erhalten zu können; und mußte ſie auch darauf Verzicht leiſten, ſich länger über ihren Zuſtand täuſchen zu können, wollte ſie doch, ſo lange es geſche⸗ hen könne, dem Sohne die Wahrheit verbergen.
Die Eigenthümerin eines Gutes, das an Verville grenzte, hatte einen großen Ball und ein dieſem vorangehendes Schauſpiel veranſtal⸗ tet, um den Jahrstag ihrer Hochzeit zu feiern. Die Gräfin und Guſtav waren die erſten, die eingeladen wurden. Sie empfand wohl, daß


