Teil eines Werkes 
1.Theil (1826)
Entstehung
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Grafen eben nicht mit Gleichmuth. Seine ſchon ganz entwickelte Geſtalt zog die Blicke an. Seine edlen griechiſchen Züge, die ſich durch eine große Beweglichkeit auszeichneten, nicht weniger; ſeine tiefen blauen Augen, von langen ſchwarzen Wimpern beſchattet, ſprachen eine ſchwermüthige Sehnſucht aus, allein wenn die Erzählung einer braven That ſeine Bruſt belebte, verrieth ſein leidenſchaftlicher Blick die ſtürmiſche Bewegung der Seele, und ſchien zu verkünden, daß er den, welchen er bewunderte, noch übertreffen konnte.

Seit mehreren Monaten indeſſen war es, als hätten Guſtavs Lippen ihr frohes Lä⸗ chel verlernt. Er ſah die Mutter tagtäglich chwächer werden. Er las auf ihren farbloſen Wangen die nahende Trennung, deren Vorge⸗ fühl ihre gerührten Blicke, ſich wehmüthig auf ihn heftend, ſchmerzlich ausſprachen. Dennoch würde die Benennung von Krankheit nicht auf den Zuſtand der Gräfin paſſen, auch ſchien ihr ſichtliches Hinſterben keiner körperlichen Urſache