— 8
—
⁴☛ 14
war, zu ſehen und in ſeinen Armen zu ſterben.— Ihr Brief ſprach dieſe Empfindungen aus und erweckte, wie es ſchien, gleiche Gefühle mit un⸗ widerſtehlicher Gewalt in Bermonts Buſen. Von dieſem Angenblicke hatte der Greis
keine Ruhe mehr in Verville. Trotz ſeiner
Ergebenheit für die Gräfin, ſeiner Liebe zu Guſtav, zog das Alter ihn nun in die erſten Bande des Lebens zurück; er fühlte die Noth⸗ wendigkeit reiſen zu müſſen, und noch denſelben Tag, als er den Brief empfangen, eröffnete er den Freunden ſeine Abſicht, ſich den folgen⸗ den Tag auf den Weg zu begeben; die Unge⸗ duld des Alters, in dem Vorgefühl, daß ihm nur kurze Zeit übrig ſei, läßt ſich nicht beſchwören.
Der Schmerz der Gräſin war tief und er⸗ greifend; noch ein Weſen, das ihren Sohn mit Liebe umfaßte, der zweite Freund ging ihm in dem Augenblick, wo er ihn am meiſten nöthig hatte, verloren; und ſie ſelbſt, würde ſie ſich auch nicht bald gezwungen ſehen, ihm auf immer Lebewohl zu ſagen?


