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Dieſe düſtern Vorſtellungen zerriſſen ihr Herz; ihre ſonſt ſo ruhig entſagende Seele ſchien erſchüttert zu ſeyn; kaum gelang es der überzeugenden Zuverſicht des ſcheidenden Freun⸗ des, dem kranken Gemüthe Ruhe und Exge⸗ bung in den Willen der Vorſehung einzuflö⸗ ßen.—
„Bedenken Sie,“ ſchloß er,„daß Sie nun die einzige Stütze ihres Sohnes ſind.— Ich beſchwöre Sie, geben Sie ſich nicht dieſer Ihm und Ihnen gleich gefährlichen Ueberſpan⸗ nung hin; lehren Sie ihn durch Ihren Muth, den Muth nie zu verlieren, und vertrauen Sie
dem Himmel. Ich darf für Guſtav verbürgen,
überlaſſen Sie ihm dreiſt, für ſeine Ehre und ſeinen Ruhm Sorge zu tragen.“
„Mein Sohn“ fuhr er fort, zu dem Jüngling hingewandt, der ſeine Hände mit den ſeinigen ſchmerzlich umfaßt hielt, als wolle er ſie gar nicht fahren laſſen:„Mein Sohn, mä⸗ ßige Deinen Schmerz; Du ſiehſt ja, daß ich ru⸗ hig bin, und doch fühle ich, daß ich Dich nicht


