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Zweites Capitell.
Moadamc de Nereé zitterte, wenn ſie an die Zukunft ihres Sohnes dachte. Eine traurige
Erfahrung hatte ſie gelehrt, daß eine glühende
Phantaſie nur eine traurige Gabe ſei, daß ungeſättigte Sehnſucht und vieljährige Leiden
die kurzen Augenblicke eines beinahe immer ein⸗
gebildeten Glücks büßen müſſen. Sie ſeufzte über die allzu große Aehnlichkeit zwiſchen dem ihrigen und Guſtavs Charakter, und ſie litt im voraus bei der Vorſtellung der Leiden, welche dieſe unglückliche Uebereinſtimmung dem Ge⸗ genſtand ihrer Sorgen und ihrer Liebe bereiten konnte. 1
Guſtav ſtand an der Grenze des Alters, dem ſich das Leben von der glänzendſten, an⸗ ziehendſten Seite zeigte.— Die Welt lag von einer ideellen Glorie umgeben vor ſeinen Bli⸗ cken; lchelnde und täuſchende Hoffnungen deu⸗


