Teil eines Werkes 
1.Theil (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

y

denn ſie empfand, daß die letzten Augenblicke, die der Trennung vorangehen, vielleicht noch ſchmerzlicher als die Abweſenheit ſelbſt ſind. Endlich war das Schiff, das ihn aufnehmen ſollte, im Begriff, unter Segel zu gehen, und ein leichtes Boot wurde hergeſchickt, um ihn abzuholen, Das letzte Lebewohl iſt ausge⸗

ſprochen, die Freunde ſind getrennt. Schnell

aber zieht Guſtav die Mutter eilig mit ſich nach dem Felſen hin, deſſen Höhe einen vollen

Anblick des Meers gewährt; hier erblicken ſie

noch einmal das Schiff, verkleinert, faſt zu ih⸗ ren Füßen. Es nimmt Theobald auf, und entfernt ſich im beflügelten Lauf bald ver⸗ liert ſich dem Auge das weiße Tuch, mit dem Theobald ihnen noch ein freundliches Lebewohl zuwinkt. Das Tuch er ſelbſt, dann das Schiff iſt bald nichts mehr als ein weißer Punkt,

bald verſchwindet auch dieſer. Guſtav ſieht

bald nichts anders als die unermeßlichen Wel⸗ len; er hat keinen Freund mehr; traurig, ge⸗