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ein ſanfter Schmerz ſpricht ja immer aus ih⸗ ren Blicken— meine jugendliche Ueberſpan⸗ nung, wie ſie es nennt, getadelt?— Wie oft mir vorgehalten, daß aus den Träumien einer glühenden Phantaſie kein Glück keime!— 8 ich konnte ihr mich nicht ganz deutlich machen, aber Du verſtehſt mich, und tadelſt mich nicht.“
„und doch,“ lächelte Theobald,„doch, mein Freund! denn Du träumſt mir ſchon zu 1 viel! in einer träumeriſchen Zukunft zu leben, heißt die wirkliche Gegenwart, die um uns lächelt, tödten, ſagt ja Vater Bermont.— Ach! ich fürchte, Du ähnelſt nur zu ſehr Deiner guten milden Mutter, die wir leider ſo oft in ſtillen Thränen gefunden, deren Grund wir nicht haben entdecken können.— Du weißt,
daß es zu beſtimmten Zeiten ganze Tage gibt, in denen ſie ſich unſern Blicken entzieht.“ In der That hatte mitunter das Betra⸗ gen der Gräſin de Nercé einen geheimnißvollen Anſtrich, und ihr gewöhnlicher milder Schwei⸗ muth nicht wenig. dazu beigetragen, Guſtavs


